Strahlanlage mit kombinierten Gleiswagen

Bei diesem Projekt haben wir zusammen mit dem Kunden ein möglich variables Transportsystem entwickelt und in einer komplett neuen Strahlhalle umgesetzt. Kern dieses Systems sind zwei Gleiswagen, welche sowohl einzeln als auch kombiniert den Teiletransport ermöglichen.

Die Gleiswagen sind für eine Belastung von jeweils max. 20 to ausgelegt und mit einer quadratischen Grundfläche von 4 x 4 m, bei einer Bauhöhe von nur 750 mm, ausgeführt. Somit können Bauteile bis 40 to Einzelgewicht in die Halle gefahren werden. Die beiden Wagen können über zwei demontierbare Personenbrücken miteinander verbunden werden.

Der Antrieb der Wagen erfolgt mit jeweils einem Elektromotor. Die Wagen können über je einen Steuerhebel bedient werden, wobei die Kabel sich automatisch außerhalb der Halle aufrollen. Zur Vermeidung einer Stolpergefahr ist die Schiene im Boden eingelassen.

Die Strahlhalle selbst hat die Abmessungen 12 x 7 m, bei einer Höhe von 5,5 m. Die Hallenkonstruktion besteht aus einer stabilen Stahlrahmenkonstruktion, an welcher Isopaneele befestigt sind. Als Schutz dieser Platten sind diese, die Decke und das Tor mit 10 mm starken Gummiplatten verkleidet. Die moderne Beleuchtung der Halle erfolgt mit LED- Lampen. Die Rückförderung des Strahlmittels erfolgt mit einer Vibrationsförderrinne, welche gleichzeitig als Speichersystem für das Strahlmittel ausgelegt ist.

Die Rinne fördert das Strahlmittel über ein Becherwerk zum Strahlmittelreiniger. Dieser nimmt das ankommende Strahlmittel vom Becherwerk auf. Grobteile, wie Rostplatten, Walzhaut und sonstige Verunreinigungen sowie der vorhandene Staub werden in mehreren Stufen durch Aussiebung und einer Windsichtung entfernt. In einem Silo wird das Strahlmittel gespeichert und anschließend dem Strahlkessel im Kreislauf wieder zugeführt.

Die Absaugung der staubhaltigen Luft aus der Halle erfolgt mit einer Filteranlage mit Patronenfilter. Zur Energieeinsparung durch Vermeidung von Wärmeverlusten durchläuft die gereinigte Luft mehrere Filterstufen und ist danach so sauber, dass sie wieder in die Werkhalle zurückgeführt werden kann.

Durch den Einsatz mehrerer Strahlkessel können, bei Bedarf, unterschiedliche Strahlmittel eingesetzt werden. Somit lassen sich schnell nacheinander unterschiedliche Werkstoffe strahlen bzw. unterschiedliche Körnungen zum Erreichen des gewünschten Strahleffektes einsetzen. Zusammen mit dem zuvor beschriebenen Transportsystem ergibt sich so eine Strahlhalle mit maximaler Variabilität und Einsatzmöglichkeit.